Infobrief 66

Offenes Kreistreffen am 04.02.23

Liebe Mitglieder, Interessenten und Freunde des Vereins der Kreis e.V.

Wir begrüßen euch im Neuen Jahr 2023. Möge es für uns alle und für die Welt, ein friedvolles Jahr werden

Unser Jahresthema:

Werte/ Wertebildung/Sinnsuche/ Was wir im Leben weitergeben wollen.

Hildegard berichtete über das Leben von Victor Emil Frankl.

Hier ihr Vortrag:

Lebenssinn

Bei unseren Offenen Treffen im Kreis e.V. verständigen wir uns auch darüber, was uns das Leben lebenswert macht.

Elisabeth Lukas, eine Schülerin von Viktor E. Frankl, druckte in ihrem Büchlein-Wertfülle und Lebensfreude- das folgende Gedicht einer Gymnasialschülerin ab.

Mein Leben dauert ewig

und doch nur kurze Zeit,

hat keinerlei Bedeutung

in der Unendlichkeit.

Ohne Ziel, ohne Sinn,

ich lebe einfach vor mich hin,

weil ich überflüssig bin.

Die Jungen, wie die Alten.— Leben wir nur vor uns hin, weil wir überflüssig sind?

Wie wertvoll doch die Initiationsreisen, die Visionssuchen der jungen Menschen sind! Visionssuchen, die den jungen Menschen zeigen, dass sie nicht überflüssig sind! Dass das Leben sie braucht!

Auf der Spurensuche nach Erfüllung und Lebenssinn begleiten sie die Älteren, die Mentoren, während der Visionssuche und dann noch ein Jahr lang, auf ihrem neu gefundenen, sinnerfüllten Weg ins Erwachsenenleben.

<Wir Menschen brauchen Sinn, brauchen ihn mehr als Brot zum Leben. Denn was nützen uns die Güter der Welt, wenn wir uns leer, überflüssig und an die Absurdität eine Chaos ausgeliefert fühlen, in keinen Sinnzusammenhang eingebettet, von nichts getragen, in nichts geborgen, ohne Herkunft und Endziel unterwegs?< (Elisabeth Lukas/Wertfülle und Lebensfreude)

In dem Büchlein: -Sehnsucht nach Sinn/ S 49- beschreibt Elisabeth Lukas, dass Tiere im Zirkus länger leben, als Tiere im Zoo.

Die Tiere im Zoo haben keine Aufgabe. Sie bekommen ihren Lebensunterhalt geschenkt. Es stellt sie nicht zufrieden und macht sie krankheitsanfällig.

<Nicht einmal im Tierreich genügt es offenbar , bloß versorgt zu sein-um wieviel wichtiger ist es dann für ein geistiges Wesen wie den Menschen, über alles versorgt sein hinaus, etwas zu erkennen, für das man selber sorgt, für das man Sorge trägt, auf dass es sich verwirklicht und seinen Sinn in der Welt erfüllt.< (Elisabeth Lukas/Sehnsucht nach Sinn S. 49)

„Wer um einen Sinn seines Lebens weiß, dem verhilft dieses Bewusstsein mehr als alles andere dazu, äußere Schwierigkeiten und innere Beschwerden zu überwinden“, sagt Viktor Frankl.

Das Anliegen Viktor Frankls war es, der Verneinung des Lebens entgegenzuwirken und Aspekte ins Bewusstsein zu heben, die für eine Sinnhaftigkeit des Lebens sprechen.

Auch für die Sinnhaftigkeit in Krankheit, Leid und sogar im Angesicht des Todes.

>Man muss sich von sich selbst nicht alles gefallen lassen“>, umschrieb Frankl diese von ihm selbst entdeckte „Trotzmacht des Geistes“:

Er begründete die Logotherapie. eine Psychotherapie, die Menschen in Lebenskrisen und bei psychischen Problemen kompetente Hilfe leistet. Sinn suchende Menschen erfahren durch die Logotherapie eine Begleitung, die ihnen hilft, Sinn im Leben zu entdecken und zu verwirklichen.( aus dem Internet)

>Logotherapie ist die Kunst des Therapeuten gemeinsam mit den Patienten nach demjenigen Ausschau zu halten, was diesen geistig fordert, was diesen ethisch anspricht, was auf ihn wartet, was darauf wartet, von diesem erfüllt zu werden: nach dem Logos- dem Sinn in dessen Leben.> (Aus: Sehnsucht nach Sinn S 146)

Wer war dieser Mann, der uns eine neue Art des Denkens, eine neue Art des Lebenssinns lehrte?

Viktor Emil Frankl wurde am 26 März 1905 als zweites von drei Kindern in Wien geboren.

Während des ersten Weltkrieges musste er auf Bauernhöfen um Brot betteln. Er lernte somit schon als Kind die Not kennen.

Er beschäftigte sich in seiner Gymnasialzeit mit Naturphilosophen, angewandter Psychologie und Psychoanalyse. In späteren Jahren hatte er persönliche Kontakte zu Kapazitäten wie Sigmund Freud, Wilhelm Reich und Alfred Adler, mit dem er sich allerdings später verwarf.

Mit 15 Jahren hielt Frankl seinen ersten öffentlichen Vortag über den Sinn des Lebens. Immer wieder hielt er Vorträge im In und Ausland. Er wurde durch viele seiner Fachveröffentlichungen weltweit bekannt.

Nach Beendigung der Gymnasialzeit studierte Frankl Medizin und begann seine medizinische Laufbahn an einer Neurologischen Klinik.

Nach dem Anschluss von Österreich ans Deutsche Reich ( 1938) musste Frankl, da er Jude war, den Namen Israel annehmen und wurde nur noch als Fachbehandler bezeichnet.

1940 wurde er Leiter der Neurologischen Station im Rothschild Spital.

Er sabotierte unter Lebensgefahr die angeordnete Euthanasie von „Geisteskranken“.

Frankl heiratet Tilly Grosser, eine Krankenschwester des Rothschildhospitals.

Seine Geschwister konnten flüchten und dem Naziregime entkommen.

Er selbst wurde 1942, zusammen mit seinen Eltern und seiner Frau nach Theresienstadt deportiert. Sein Vater verstarb dort.

1944 kamen Frankl, seine Frau und seine Mutter nach Ausschwitzt. Beide wurden dort „vernichtet“.

Viktor Frankl kümmerte sich in den Lagern um die psychologische Betreuung der Internierten.

1945 kam er in ein Arbeitslager und wurde dort von US Truppen befreit.

1947 heiratet er Eleonore Schwindt. Im Dezember desselben Jahres wurde eine Tochter geboren.

Er wurde Dozent für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien.

1955 ernannte man ihn zum Professor.

Am zweite September 1997 verstarb er an Herzversagen.

Ihm war ein langes, sinnvolles Leben vergönnt.

Seine Lebensgeschichte zeigt, dass Viktor Frank das Leid in seiner Gänze kennenlernte.

Er hätte durchaus Grund gehabt zu zerbrechen oder zu verbittern.

Doch er lebte uns einen anderen Lebenssinn vor. Den Sinn: Trotz Alledem!

Ein Satz von ihm: „Das Leiden macht den Menschen hellsichtig und die Welt durchsichtig“.

Die Frage nach dem Warum bringt uns auf eine falsche Fährte.

Frankl schreibt: >Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er (der Mensch) hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu antworten- das Leben zu ver-antworten hat. Die Antworten aber, die der Mensch gibt, können nur konkrete Antworten auf konkrete Lebensfragen sein.>

Nicht das Fragen ist unsere Sache, sondern das Antworten.

Nicht das Warum ist relevant für uns, sondern das Deshalb.

Die Antwort ist unser. Die Antwort ist frei. (Aus: Sehnsucht nach Sinn)

>Wie der Humor irrationale Ängste verscheucht, so sprengt der Trotz, und zwar der gesunde, heroische Trotz, Fesseln selbstbereiteter Gefangenschaft.> ( Aus: Sehnsucht nach Sinn.S 133)

Was geschähe, wenn es keinen Tod gäbe? Dann könnte man jede Handlung ins Unendliche aufschieben—-Es bestünde keine Notwendigkeit, etwas heute zu erledigen—-Einzig die Begrenztheit des Lebens zwingt uns, was immer wir erledigen wollen, zu erledigen. (Aus: Sehnsucht nach Sinn. S 38)

Dazu Frankl: Der Tod macht das Leben nicht nur nicht sinnlos, er macht es sogar erst sinnvoll. Denn die Lebensverantwortung eines Menschen ist nur zu verstehen in Hinblick auf Zeitlichkeit und Einmaligkeit.> ( Aus: Sehnsucht nach Sinn. S 39)

An einem Beispiel aus dem Buch Sehnsucht nach Sinn, will ich die Arbeitsweise der Logotherapie aufzeigen.

Frau Lukas berichtet in ihrem Büchlein von einer Krankenschwester aus ihrer Station.

Die Patientin wurde operiert. Der Tumor erwies sich als inoperabel. Die Krankenschwester verzweifelte vorwiegend über ihre Arbeitsunfähigkeit, da sie ihren Beruf sehr liebte.

In einem Gespräch mit der Patientin versuchte Frau Lukas ihr klarzumachen: < So arbeitswillig sein wie sie und dabei so arbeitsunfähig- und trotzdem nicht verzweifeln-, das wäre eine Leistung.<

Sie fragte die Patientin. ob sie nicht Unrecht begehe, wenn sie so tue als sei das Leben eines Kranken, eines Siechen, sinnlos?

Sie sagte zu ihr: „Wenn sie bisher all den Menschen gegenüber, die ihnen anvertraut waren, nichts anderes leisten konnten als dienstlichen Beistand, haben sie nunmehr die Chance, mehr zu sein: menschliches Vorbild. ( S 47 Sehnsucht nach Sinn)

Manchmal hilft es uns im Leben, wenn wir den Blickwinkel ein wenig verschieben.

Eine Erfahrung aus meiner Medizinwanderung:

Es war ein kalter Januartag. Ich ging über die Schwelle. Brrrr. Ich fror! Wieder einmal hatte ich nicht gut genug für mich gesorgt, aber ein Zurück gab es für mich im Moment nicht.

Es zog mich zur Hutzelstraße. Über den Bergkamm wanderte ich gen Westen.

Noch gab die Morgendämmerung den Tag nicht frei.

Ich blieb nachdenklich stehen, schaute in die Weite und drehte mich um, Richtung Osten.

Da erwartete mich ein großartiges Schauspiel der Natur.

Glutrot stieg die Sonne auf und tauchte den Wald gegenüber in ein „brennendes Flammenmeer“.

Froh gestimmt, die Kälte vergessend, stapfte ich in den Tag. Dem nie enden wollenden glutroten Flammenmeer entgegen.

Der Austausch nach diesem Vortrag war sehr intensiv.

Hier nur einige der Überlegungen:

  • Die Logotherapie ist in einer Zeit der „Dunkelheit“ entwickelt worden.

Müssen glückliche Leben auch nach dem Lebenssinn fragen oder sind sie glücklich, weil sie ihrem Ruf im Leben folgten?

Geht, es, dass wir glücklich sein können wenn ringsum in der Welt, Krieg Hass und Elend ist?

  • Naturvölker stellen sich die Frage nach dem Lebenssinn nicht. Sie sind im Einklang mit dem Kreislauf der Natur und verbunden in Gemeinschaft.
  • Die Frage nach Sinn ergab sich durch den Individualismus, der auch das Gefühl von nicht geliebt sein verursachen kann.
  • Wenn ich Löcher zu schnell aufmache, schwappt die Gesellschaft über mich hinweg.
  • Initiationsreisen sind Logotherapie pur.
  • Wir sprachen über den aktuellen Krieg.
  • Ein TN. berichtete über den Einsatz seines Sohnes im Fechenheimer Wald. Der Sohn setzt sich durch die Waldbesetzung aktiv für den Klimaschutz ein. Wie enttäuschend, dass die stattlichen Bäume doch gefällt wurden.

Beate hatte den Vorschlag gemacht, zu einer Mini Medizinwanderung in die Natur zu gehen. Mit der Frage:

Dem Leben zu lauschen, auf seine Fragen und selbst eine Antwort zu sein

Wir hatten so intensiv geredet, dass uns die Zeit nicht mehr ausreichte und jeder, privat, mit dieser Frage unterwegs sein wird.

Das nächste Kreistreffen ist am 1 April.

Schöne Zeit, euch Allen

Hildegard

Einladung zum Kreistreffen am 04.02.2023

Liebe Freunde und Mitglieder des Vereins „der Kreis“,

Wir grüßen Euch herzlich und wünschen Euch und Euren Lieben noch ein friedvolles und bewegtes neues Jahr 2023!

Kommenden Samstag findet unser erstes Kreistreffen in 2023 statt, wie gehabt in Neutsch 72 im Gruppenraum.

Von 10-14 Uhr.

Wir beginnen das Jahr mit der Frage nach unserer Bestimmung, dem Sinn des eigenen Lebens.

Hildegard wird uns über Viktor Frankl berichten und wir lassen diese Themen in uns bewegen, während wir in die Natur gehen und schauen was sie uns spiegelt.

Wir freuen uns schon sehr auf Euer Kommen und darauf in dieses spannende Thema, welches uns wohl alle auf unterschiedliche Arten im Leben begleitet, einzutauchen.

Ein schönes Lichtmess für Euch und uns Alle,

lasst die Sonne, das Licht, wieder Einzug halten!

Beate

Infobrief 65

Liebe Mitglieder und Interessierte des Kreis e.V.,

heute wollen wir Euch unseren 65.Infobrief zusenden mit dem Bericht über den Besuch von Gerald Klamer.

Danke Dir, liebe Hildegard, für die Zusammenfassung des Vortrages.

Unsere gemeinsame Veranstaltung mit „Neutsch Aktiv“ war ein echter Erfolg und wir sind jetzt schon in der Überlegung, ob im nächsten Jahr Gerald Klamer wieder zu uns kommen wird…mit einem Vortrag über die Karpaten.

Am Samstag, 19.11.22. bot unser Verein im Dorfgemeinschaftshaus in Neutsch, in Zusammenarbeit mit dem Verein Neutsch Aktiv, eine besondere Veranstaltung an.

Eingeladen hatten wir Herrn Gerald Klamer, der 6 000 km durch den Deutschen Wald gewandert war und uns seine Erlebnisse, im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus, in einer eindrucksvollen Multi – Media – Show präsentierte.

Der Vortrag war kurzweilig und sehr lebendig!

Danach gab es noch Zeit für Fragen an Herrn Klamer.

Eine geplante Waldwanderung musste leider wegen des starken Regens ausfallen.

Diejenigen von euch, die keine Zeit hatten selbst zu kommen, sich jedoch für Herrn Klamer interessieren, können sich bei Mr.Google unter dem Begriff Waldbegeisterung informieren.

Herr Klamer bekam von den Anwesenden reichhaltigen, verdienten Applaus.

Euch eine schöne Spätherbst-Vorweihnachtszeit.

Im Namen des Vorstandes

Hildegard

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Außerdem möchten wir Euch heute darauf hinweisen, dass im kommenden Jahr 2023 wieder die Initiationsreisen  für die jungen Menschen stattfinden! Diesmal im schwäbischen Wald. Wir freuen uns schon sehr darauf!

Into the Wild 29.7.-11.08.2023

Roots & Wings 12.-25.08.2023

Bitte schaut für nähere Informationen auf die Webseite:

http://www.derkreisev.de/

oder auch unter

www.almagraf.de

Für 2023 stehen auch schon die Termine für die Offenen Kreistreffen fest, ihr findet sie auch im Anhang-immer samstags von 10-13 Uhr in Neutsch 72

04. Februar 2023

01. April 2023

08. Juli 2023

23. September 2023

16. Dezember 2023

Außerdem findet ihr auf den oben genannten beiden Webseiten  auch schon die neuen Termine für die Schwitzhütten!

Noch eine letzte Information:

Am Donnerstag, den 26.1.23 gibt es eine -Informationsveranstaltung mit Filmabend „Lost Borders“ für die beiden Initiationsreisen- in Seeheim. Einladung folgt im neuen Jahr!

Nun wünschen wir Euch Allen eine besinnliche Adventszeit, stille Augenblicke, lichterfüllte Weihnachten und kommt gut durch die Rauhnächte mit Frau Holle an Eurer Seite und mit Euren Ahnen im Rücken ins neue Jahr 2023!

Euer Vorstand

Infobrief 64

Liebe Freunde des Kreis e.V.,

wir grüßen Euch in den goldenen Oktober

und wollen heute mit Euch das letzte Kreistreffen teilen.

Danke, liebe Sibylle für das Protokoll!


Bei unserem Kreistreffen am 1. Oktober sahen wir uns ein Interview mit
Vandana Shiva an. Sie ist eine weltbekannte Umweltaktivistin und eine
führende Vertreterin des Internationalen Globalisierungsforums,
Direktorin von Navdanya (Landwirtschaftsprojekt zum Erhalt des Saatgutes)
und der Forschungsstiftung für Wissenschaft, Technologie und Ökologie.
Für ihren unermüdlichen Einsatz für die Rechte der Bäuerinnen und Bauern
und der Frauen, erhielt sie zahlreiche internationale Auszeichnungen und
den alternativen Nobelpreis.

„Wir alle, denen die Zukunft des Planeten Erde am Herzen liegt, müssen
Vandana Shiva dankbar sein. Ihre Stimme ist kraftvoll, und sie scheut
sich nicht, gegen jene Konzernriesen vorzugehen, die die natürliche Welt
verschmutzen, entwürdigen und letztlich zerstören.“ Jane Godall,
UN-Friedensbotschafterin

In Indien hat sie eine Bewegung der Bauern organisiert, die Erfolge
gegen die Einführung von genmanipulierten Saatgut auch auf gerichtlichen
Wege erreichen konnte.

In ihrem Buch „Eine Erde für alle – Einssein versus das 1%“  – Aufstehen
gegen die Monokultur von Wirtschaft und Weltsicht – deckt sie die
Verflechtung der großen Konzerne auf, die mit grenzenlosen Profitstreben
auf undemokratische Weise Uniformität und Monokultur, Spaltung und
Trennung, Monopole und Fremdkontrolle erzwingen: über Finanzen,
Lebensmittelversorgung, Energie, Informationen, Gesundheitswesen und
sogar Beziehungen. Basierend auf brisanten, wenig bekannten Fakten
entlarvt Shiva das Modell des „Philanthrokapitalismus“ des 1%. Sie
fordert die Wiederherstellung von echtem Wissen, echter Intelligenz,
echtem Reichtum, echter Arbeit und echtem Wohlbefinden, auf das die
Menschen ihr Recht zurückfordern: frei zu leben, frei zu denken, frei zu
atmen, frei zu essen. (..aus dem Klappentext des Buches)

Trotz der radikalen Kritik an den zerstörerischen Strukturen vermittelt
Vandana Shiva mit ihrem lebendigen Wesen  Mut zum Engagement und eine
positive Perspektive, die  aus den Erfahrungen von Gandhis gewaltfreien
Widerstand geprägt ist. Das Interview hat neue Erkenntnisse und einen
angeregten Austausch bewirkt. Hier der link
https://www.youtube.com/watch?v=2qu6fyKvK4g

Nach dem wir das Interview gehört hatten, kamen wir in einen gemeinsamen Austausch, besonders darüber, was wir als inspirierend wahrgenommen hatten.

Denn inspirierend ist Vandana Shiva allemal.

Zum Ende hin sangen wir noch zwei Lieder von Ursula Seghezzi passend zum Jahreskreis…

Heyo Herbst, Schwellenzeit, vom Licht hinab in die Dunkelheit

Heyo Herbst, Jenseitstor, das Kleid muss ab, will das Herz hervor.

Und

Noch bleibt uns Zeit zu ernten, zu danken,

noch bleibt uns Zeit,

denn Welken ist ein Weg.

Lieder, die unsere Herzen in Einklang mit der Phase des Jahres bringen und sie bestärken loszulassen.

Wir freuen uns auf den 19.11., unser nächstes offizielles Kreistreffen, da wir an diesem Tag Gerald Klamer eingeladen haben. Den Waldwanderer.

Einladung folgt.

Es grüßt Euch

Der Vorstand und das Vorbereitungsteam

Ankündigung: Vortrag von Gerald Klamer am 19.11.2022 in Neutsch

Gerald Klamer hat zwei große Leidenschaften: den Wald und das Wandern. Er war schon in zahlreichen Regionen der Welt unterwegs, nun erkundet er Deutschland zu Fuß – mit dem Ziel, ein realistisches Bild vom Wald und seiner Krise zu zeichnen. Von Februar bis November durchquert er von Marburg aus in einer großen Runde unsere Wälder und Nationalparks: Vom Ammergebirge im Süden bis zu den Kreidefelsen im Norden bewandert er fast alle Bundesländer.
Dabei erklärt er anschaulich, was Bodenschutz bedeutet und wie wir angemessen mit Borkenkäfern umgehen. Warum Waldtümpel wie kleine Klimaanlagen fungieren und Totholz für das Ökosystem Wald essenziell ist. Welche Rolle Bäume für unsere Trinkwasserqualität spielen und warum der Buchenwald unser wichtigstes Naturerbe ist. Mit seinem Enthusiasmus entfacht Gerald Klamer unsere Begeisterung für den Wald und seine Bewohner neu und ruft dazu auf, sich stärker für seinen Erhalt zu engagieren. Denn nur was man liebt, das schützt man auch.
Und noch können wir unsere Wälder retten.

Gerald Klamer

Gerald Klamer, geboren 1967, war über 25 Jahre Förster in Hessen. Neben dem Wald gilt seine Leidenschaft dem Wandern, am liebsten in Wildnisgebieten überall auf der Welt.
Er unternahm zahlreiche mehrmonatige Touren, unter anderem durch den Himalaja, die Anden, die Rocky Mountains, die Alpen und Skandinavien. Auf diesem Erfahrungsschatz aufbauend begann er im Februar 2021, fast 6000 Kilometer durch Deutschland zu wandern, worüber in zahlreichen Medien von Spiegel bis ZDF berichtet wurde. Auf seinen Blogs Waldbegeisterung und Trekking wild erzählt er außerdem regelmäßig von seinen Naturbeobachtungen und Reisen.
In einem weiteren Projekt durchwandert Gerald Klamer die Urwälder der Karpaten, um auf ihre Bedrohung aufmerksam zu machen.

https://www.gerald-klamer.de/2022/08/

www.geraldtrekkt.blogspot.com

Erinnerung: Medizinwanderung am 10. September

Liebe Freunde des Kreis e.V.,

gaaaanz laaangsaaaam geht die Sommerpause dem Ende entgegen und wir wollen Euch noch an die MEDIZINWANDERUNG erinnern, welche Ursula im Rahmen des Kreis für uns alle anbietet.

Wir befinden uns in einer sehr aufrüttelnden Zeit auf der Erde, die Medizinwanderung kann uns die nötige Richtung, Nahrung, Vision, Regeneration schenken- eben unsere Medizin- die wir gerade so brauchen.

Im Anhang findet ihr alle Infos über Medizinwanderung und Ort. Meldet Euch bitte bei Ursula direkt an.

Aus dem ruhigen Jugenheim grüßt Euch

Beate

Medizinwanderung

Die Medizinwanderung ist ein ganz altes Ritual, welches in fast allen indigenen Völkern durchge-führt wurde. Du gehst allein und fastend von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang raus in die Natur. Die Medizin ist die Natur. Seit ich die Medizinwanderung als tiefen inneren Prozess als äußeren Spiegel meiner innersten Fragen das erste Mal kennengelernt habe, nutze ich 1xjährlich diesen Tag, um mich für das letzte Jahr zu bedanken und für das Neue auszurichten. Ich bin immer wieder überwältigt von der Intelligenz der Natur, die meine Fragen beantwortet, meine Prozesse widerspiegelt und mir meine Aufgaben stellt. Die Zeichen und Symbole, die ich finde, helfen mir zu verstehen. Durch die Länge des Tages, des Fastens und des Alleinseins kann ich die Führung und Verbindung von allem spüren und neues Vertrauen in das Leben besiegeln.

Am Anfang steht eine kleine Zeremonie, in der du draußen in der Natur aus natürlichen Mate-rialien eine einfache Schwelle markierst. Sie soll dir helfen, dir vorzustellen, wirklich einen anderen Raum zu betreten. Du überschreitest die Schwelle in dem Bewusstsein, dass dahinter eine andere als die gewohnte Welt beginnt – eine Welt, in der Landschaft, Ereignisse und Be-gegnungen symbolische Bedeutung haben.

Die Medizinwanderung führt dich – soweit möglich abseits von Menschen und ihren Siedlungen, unsichtbar – einen Tag lang durch die Natur.

Während der ganzen Zeit isst du nicht und trinkst nur Wasser oder Tee, das du bei dir trägst. Es geht nicht darum, einen besonders herausfordernden oder schwierigen Weg zu nehmen. Auch ist es nicht nötig, weite Strecken zurückzulegen oder die ganze Zeit zu laufen. Aufenthalt an Plätzen, die dich anziehen, selbst schlafen und träumen dort können wichtig sein. Das Einzige, worauf es ankommt, ist deine Offenheit für die Schönheit des Lebens und die Wirklichkeit des Todes, so wie die Natur dir beides zeigt. Dein Weg soll nicht vorgeplant sein. Du hältst einfach die Augen und Ohren offen und gehst überall dorthin, wohin du dich gezogen fühlst, weil deine Aufmerksamkeit dorthin wandert.

Sei dir ohne Wünsche und Urteile einfach der Lebendigkeit der natürlichen Umgebung und ihrer Botschaften an dich bewusst. Vertraue jenseits von Verstehen-Wollen darauf, dass du während der Medizinwanderung bestimmte Wesen und Kräfte der Natur anziehst, die sich dir zeigen und symbolische Hinweise auf deine Gaben, deine Lebensrichtung geben. Schaue, lausche, staune.

Irgendwann auf der Wanderung wirst du ohne besondere Suche einen Gegenstand finden, bei dem du spürst, dass er für dich ein Symbol von Bedeutung und Wichtigkeit ist. Man kann auch sagen, der Gegenstand findet dich bzw. du lässt dich von ihm finden. Diesen Gegenstand nimmst du mit. Er ist ein Symbol für deine Medizinwanderung.

Bei Sonnenuntergang kehrst du entweder zu der Schwelle zurück, über die du am Morgen gegangen bist oder kreierst dir eine neue, und überschreitest sie in dem Bewusstsein, dass du in die Alltagswelt und den gewohnten Rahmen von Wahrnehmung und Bedeutung zurückkehrst.

Einladung zur Medizinwanderung

am 10. September 2022

Ursula Graf bietet im Rahmen unseres Kreises am 10. September 22 eine Medizin-wanderung von Sonnenaufgang bis Sonnentergang an.

Zur Vorbereitung auf das Ritual, zu dem Einiges im Anhang steht, treffen wir uns am Freitag, den 9. September von 18 bis 20 /21 Uhr in der Neutsch 32.

Am Samstag gehst du dann alleine in die Natur. Am Abend treffen wir uns wieder im Kreis. Da bekommst du die Möglichkeit über deine Erfahrungen während der Medizinwanderung zu berichten, indem du deine „eigene Geschichte“ erzählst.

Anmeldungen und Fragen zu dem Ritual können direkt über Ursula erfolgen.

Ursula Graf

Neutsch 32

64397 Modautal

06167 93 95 236

0160 84 888 02

info@ursula-graf.de

www.ursula-graf.de

Drei wichtige Mitteilungen

Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins „Der Kreis“,

wir grüßen Euch herzlich zum längsten Tag des Jahres und der kürzesten Nacht! Wir hoffen sehr, Ihr könnt die Sommersonnenwende an einem Platz in der Natur feiern. Mit Feuer oder auch ganz still.

Heute wollen wir Euch drei Mitteilungen machen.
Erstmal müssen wir leider das nächste Offenen Kreistreffen am 23.7. absagen. Uns sind einige private wichtige Termine dazwischen gekommen.

Dafür haben wir zwei schöne andere Termine für Euch, um die Arbeit vom Kreis kennenzulernen.

Am 17.7. findet der Naturerlebnistag statt und unser Verein hat dort einen Stand, an dem wir von den Initiationsreisen der jungen Menschen berichten. Außerdem bieten wir kreatives Werken mit Ton an für die Kinder. Verantstalter ist das Netzwerk Naturpädagogik.

Hier der Link:

https://www.naturpaedagogik-darmstadt.de/Naturerlebnistag

Und zu guter Letzt kommt noch eine besondere Veranstaltung.

Am 10./11. September bietet Ursula das Schwellen- Ritual der Medizinwanderung an, für die Mitglieder des Kreis` und für alle Interessierten.  Es ist eine besondere tiefer Erfahrung für die innere und äußere Verbindung zur Natur. Lest in den Anhängen näheres dazu.

Unser nächstes Offenes Kreistreffen findet dann nach der Sommerpause am 1.10. von 10 Uhr bis 13 Uhr in Neutsch statt.

Einen  wunderbaren Sommer in Fülle Euch allen!

Hoffentlich sehen wir uns an einem der Termine wieder.

Mit herzlichen Grüßen

Beate für den Vorstand

Infobrief 63

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte des Vereins der Kreis e.V.

Am 07.05.22 trafen wir uns im „Offenen Kreis“ auf den Streuobstwiesen bei Beate, Andreas und Nisha.

Ringsum grünte und blühte es.

In all dem kriegerischen Ringen in der Welt, fanden wir hier eine Oase des Friedens.

Leider haben nur wenige Mitglieder den Weg zu diesem wunderbaren Platz gefunden.

Folgende Inhalte haben wir bearbeitet:

Am 19.11.22 wird Herr Gerald Klamer zu unserem Kreistreffen nach Neutsch kommen.

Wir freuen uns sehr, dass er unsere Einladung angenommen hat.

Herr Klamer ist 6000 km durch den Deutschen Wald gewandert.

Mit seinem Projekt „Waldbegeisterung“ möchte er auf die Situation des Waldes aufmerksam machen. Zuerst wird uns Herr Klamer einen Film zeigen. Danach machen wir gemeinsam eine Waldbegehung durch den Neutscher Wald.

Hoffen wir, dass es Corona gut mit uns meint.

Teilnehmer hatten Grundsatzfragen zum Verein.

Wir gaben folgende Infos.

Die Vereinstreffen gibt es schon seit ca. 20 Jahren. Der offizielle, gemeinnützige Verein wurde im Jahr 2007 gegründet.

Die Themen der Vereinstreffen waren sehr vielseitig. So gab es z.B. gesellschaftliche Themen, Themen zur Bewusstwerdung unserer inneren Haltung und Werte, Sachthemen

(z.B. Thema Wasser), Filme (z.B. We feed the world-Essen global), Themen zum Klimawandel und Klimaschutz, Themen rund um das Medizinrad, Themen und Übungen von Joanna Macy

(Buch: Die Reise ins lebendige Leben), Themen rund um Charles Eisenstein (Buch: Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich), Informationen zu den Initiationsreisen der jungen Frauen und der jungen Männer, und…..und…..und…..

Beate, die selbst bei Initiationsreisen der jungen Frauen dabei war, berichtete sehr anschaulich von den Visionssuchen der jungen Frauen und Männer.

Anschließend erklärte uns Beate das europäische Medizinrad. Danke Dir, Beate!

Norden —- Element Erde —- Tod/Sterben/Ahnen

Süden —- Element Feuer—- Erwachsensein/Verantwortung

Osten —- Element Luft —- Frühling/Kindheit

Westen —- Element Wasser—- Herbst/ Ältesten

Nach diesen Erklärungen schickte uns Beate (Teilnahme freiwillig) über eine Blumen geschmückte Astschwelle zu einem Medizin power-walk in die Natur.

Trotz der Kürze des Schwellengangs, kamen wir alle mit reichen, tiefgründigen Erfahrungen zurück, die wir im Kreis teilten.

Ich finde: Es war ein „rundes“. gelungenes Treffen.

Für das Protokoll

Hildegard

Erinnerung: morgen von 10 bis 13 Uhr findet unser Offenes Kreistreffen in den Streuobstwiesen statt

Liebe Freunde des Kreis,

morgen von 10 bis 13 Uhr findet ja unser Offenes Kreistreffen in den Streuobstwiesen statt.

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Es werden diesmal auch einige Neue Interessierte dabei sein und wir werden auch ganz allgemein über die Initiationsreisen und die Offenen Kreistreffen berichten.

Außerdem gibt es eine kleine Einführung in das Europäische Medizinrad und einen Schwellengang in die Natur.

Bitte denkt an eine  einfache Sitzgelegenheit und etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen- und wisst, ihr müsst ca 10 Minuten bergauf laufen.

Maiwonnige Grüße

Beate für den Kreis e.V.